Ratgeber In KI-Antworten auftauchen
Damit ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten von Google dein Unternehmen nennen können, muss es zuerst gefunden und verstanden werden. Deine Website ist für Such-Crawler offen, bei Google und Bing erfasst, beantwortet klare Fragen und wird von anderen Seiten bestätigt. Eine Garantie für Nennungen gibt es nicht, gute Voraussetzungen schon.

Woher haben KI-Assistenten ihre Antworten?
Wenn KI-Assistenten im Web suchen, greifen sie auf Suchindizes und eigene Crawler zurück. Google sagt für seine KI-Übersichten und den KI-Modus: Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen. Eine Seite muss indexiert sein und als Snippet in der Suche erscheinen dürfen. OpenAI betreibt für die Suche in ChatGPT einen eigenen Crawler, den OAI-SearchBot, nutzt aber auch Suchdienste anderer Anbieter und nennt Microsoft als einen seiner Partner. In Tests von Fachmedien ähnelten die Ergebnisse der ChatGPT-Suche stark denen von Bing. Für dich heißt das: Wer bei Google und Bing sauber erfasst ist, hat die Grundlage gelegt.
Sieben Schritte, die du selbst umsetzen kannst
- Such-Crawler nicht aussperren. Prüf deine robots.txt. OpenAI empfiehlt, den OAI-SearchBot zuzulassen. Seiten, die ihn aussperren, erscheinen laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT. Perplexity empfiehlt dasselbe für den PerplexityBot. Anthropic schreibt, dass das Sperren des Claude-SearchBot die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen von Claude verringern kann. Für Google reicht es, den normalen Googlebot zuzulassen.
- Bei Google und Bing anmelden. Richte die Google Search Console und die Bing Webmaster Tools ein und reiche deine Sitemap ein. Beides ist kostenlos. Microsoft hat im Februar 2026 einen Vorschau-Bericht in den Bing Webmaster Tools eingeführt, der zeigt, wann Inhalte deiner Website in Microsoft Copilot und in KI-Zusammenfassungen von Bing als Quelle genannt werden.
- Das Google-Unternehmensprofil pflegen. Google zählt aktuelle Angaben im Unternehmensprofil zu den Grundlagen für seine KI-Funktionen. Name, Kategorie, Leistungen und Einzugsgebiet sollten vollständig sein. Wie das ohne Ladenlokal geht, steht im Ratgeber zum Google-Unternehmensprofil.
- Auf jeder wichtigen Seite zuerst die Antwort. Schreib oben auf die Seite in zwei bis drei Sätzen, wer du bist, was du anbietest, für wen und wo. Danach kommen Details, Ablauf und wovon der Preis abhängt. So verstehen Menschen und Maschinen sofort, worum es geht, und es gibt einen klaren Satz, den man zitieren kann.
- Häufige Fragen ehrlich beantworten. Ein FAQ-Bereich mit echten Kundenfragen hilft Menschen und Maschinen. Wichtig: Die Antworten stehen sichtbar auf der Seite. Strukturierte Daten müssen laut Google zu dem passen, was auf der Seite zu lesen ist.
- Überall dieselben Angaben. Name, Ort, Leistungen und Website sollten auf der Website, im Google-Profil, bei Bing, in Verzeichnissen und auf Social Media gleich lauten. Widersprüche machen es schwerer, dein Unternehmen eindeutig zuzuordnen.
- Auf anderen Seiten vorkommen. Bei Suchen wie „Agentur in …“ stehen oft Vergleichsportale, Branchenverzeichnisse und Bewertungsseiten weit oben. Vollständige Profile auf passenden Plattformen und echte Bewertungen sorgen dafür, dass dein Unternehmen dort überhaupt auftauchen kann.
Brauche ich eine llms.txt?
Eine llms.txt ist eine kurze Textdatei, die KI-Werkzeugen die wichtigsten Seiten deiner Website zeigt. Google schreibt, dass du für die KI-Übersichten keine neuen maschinenlesbaren Dateien oder KI-Textdateien anlegen musst. Schaden tut sie nicht, und sie ist schnell angelegt. Wichtiger sind die sieben Schritte oben.
Training und Suche sind zwei verschiedene Dinge
Manche Crawler sammeln Inhalte für das Training von KI-Modellen, andere für die Suche. Bei OpenAI ist GPTBot für das Training zuständig, OAI-SearchBot für die Suche. Bei Google steuert der Eintrag Google-Extended in der robots.txt, ob Inhalte für das Training und die Antworten von Gemini genutzt werden dürfen. Auf die Google-Suche hat er laut Google keinen Einfluss. Du kannst Training also ausschließen und die Suche trotzdem zulassen. Wer möglichst oft genannt werden will, lässt beides zu. Wir haben uns auf unserer eigenen Website dafür entschieden.
Wie prüfst du, ob es wirkt?
Leg dir zehn feste Fragen an, die deine Kundschaft stellen würde, zum Beispiel „Welche Schreinerei im Oberland baut Küchen nach Maß?“. Stell sie einmal im Monat in ChatGPT, Perplexity, Gemini und der Google-Suche und notier, ob und wie dein Unternehmen vorkommt und welche Quellen genannt werden. So siehst du Veränderungen, ohne dich auf ein Bauchgefühl zu verlassen.
Was es nicht gibt
Niemand kann garantieren, dass ein KI-Assistent dein Unternehmen nennt. Welche Quellen ein System nutzt, entscheidet das System. Wer etwas anderes verspricht, verspricht zu viel. Was du in der Hand hast, sind gute Voraussetzungen. Wenn du dabei Unterstützung willst: Genau das ist unsere Leistung SEO und KI-Sichtbarkeit.
Quellen (abgerufen am 09.10.2026): Google Search Central „KI-Funktionen und deine Website“ (developers.google.com/search/docs/appearance/ai-features) und „Übersicht über Google-Crawler“ (developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/google-common-crawlers); OpenAI „Overview of OpenAI Crawlers“ (developers.openai.com/api/docs/bots); Anthropic „Does Anthropic crawl data from the web“ (support.claude.com/en/articles/8896518); Perplexity „Perplexity Crawlers“ (docs.perplexity.ai); Microsoft Bing Webmaster Blog vom 10.02.2026 (blogs.bing.com/webmaster); zur ChatGPT-Suche: Axios vom 31.10.2024 (OpenAI nennt Microsoft als Partner) und Notebookcheck vom 01.11.2024 (Ergebnisse ähnlich wie bei Bing).
Kurze Antworten
Brauche ich spezielle strukturierte Daten für die KI-Übersichten von Google?
Nein. Google schreibt, dass kein spezielles Schema.org-Markup nötig ist. Strukturierte Daten helfen trotzdem, dein Angebot eindeutig zu beschreiben, müssen aber zum sichtbaren Text passen.
Wie lange dauert es, bis mein Unternehmen in KI-Antworten auftaucht?
Das lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Neue Seiten müssen erst gefunden und erfasst werden, und Erwähnungen auf anderen Seiten entstehen nicht über Nacht. Rechne eher in Monaten als in Wochen, eine Garantie gibt es nicht.
Muss ich KI-Crawler für das Training zulassen, um in der KI-Suche aufzutauchen?
Nein. Bei OpenAI und Anthropic gibt es getrennte Crawler für Training und Suche, bei Google einen eigenen Eintrag in der robots.txt. Du kannst etwa GPTBot sperren und den OAI-SearchBot trotzdem zulassen. Google-Extended steuert zusätzlich, ob Gemini deine Inhalte für Antworten nutzen darf.
Was sagt KI heute über dich?
Im Sichtbarkeits-Check prüfen wir mit festen Fragen, ob und wie KI-Assistenten dein Unternehmen nennen.